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Wahl oder Nicht-Wahl? – ein Gruppenblog zum "Super-Wahljahr" 2009 -

Archiv für die Kategorie ‘WahlWeb – Wahl im Web’

WahlWeb – Wahl im Web

Europawahl – was wählen wir da eigentlich?

Geschrieben von oldowl - 4. Juni 2009

Dass das Europäische Parlament inzwischen doch einiges zu sagen hat, wird immer betont, bleibt aber immer etwas schwammig.

Hier kann man sich einigermaßen klar über die Kompetenzen des Europaparlaments informieren. Kurz zusammengefasst:

Haushaltsbefugnis: Ministerrat und Parlament prüfen den von der Kommission vorgelegten Haushaltsentwurf; das Parlament hat über die meisten Ausgaben die Entscheidung, nur über die Ausgaben, die sich zwingend aus Verträgen etc. ergeben, entscheidet der Rat, wobei das Parlament Änderungen vorschlagen kann. Das Parlament kann aber auch den gesamten Haushalt ablehnen; das hat es ja in der Anfangsphase schon einmal getan, was für gewaltigen Wirbel gesorgt hat.

Gesetzgebung: Die verschiedenen Gesetzgebungsverfahren der EU mit den verschiedenen Kompetenzen von Rat und Parlament sind unter “Gesetzgebungsverfahren” ausführlich erläutert. Hier nur so viel: Bei den europäischen “Gesetzen” handelt es sich entweder um die berühmten “Richtlinien”, die von den Parlamenten der Mitgliedstaaten innerhalb einer bestimmten Frist in nationales Recht umgesetzt werden müssen, oder um ” Verordnungen”, die sofort und unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gelten. Es gibt vier Verfahren der Gesetzgebung:

- Mitentscheidung: Hier müssen die von der Kommission vorgeschlagenen Gesetze von Ministerrat und Parlament gemeinsam angenommen werden. Der Prozess kann drei Lesungen umfassen; wenn am Schluss einer der beiden Partner nicht zustimmt, ist das Gesetz gescheitert. Dies scheint im Moment das wichtigste Verfahren zu sein
- Anhörung: Das Parlament wird vom Rat konsultiert, der Rat muss seine Stellungnahme aber nicht berücksichtigen.
- Zustimmung: Bei bestimmten Rechtsakten, die der Rat beschließen will, hat das Parlament ein Vetorecht.
- Zusammenarbeit: Ein heute wohl nicht mehr häufig praktiziertes Verfahren, in dem ein Entwurf zwischen Kommission, Rat und Parlament hin und her geht.

Leider ist überall nur sehr allgemein erklärt, für welche Bereiche die verschiedenen Verfahren gelten. Das steht natürlich alles irgendwo in den verschiedenen EU-Verträgen, die müsste man erst durchwälzen… Allerdings: das Parlament kann bis jetzt nur auf von der Kommission erarbeitete Gesetzentwürfe reagieren, selber Gesetzvorschläge einbringen kann es nicht. Bis ihm auch das zugestanden wird, mag es noch eine Weile dauern.

Kontrollrechte: Das Parlament kann an Rat und Kommission Anfragen stellen, die jeweilige Ratspräsidentschaft legt ihm zu Beginn ihrer halbjährlichen Amtszeit ein Arbeitsprogramm vor, Rat und Kommission legen verschiedene Rechenschaftsberichte vor. Die Kommission muss am Ende eines Rechnungsjahres vom Parlament entlastet werden (nach Prüfung durch den Europäischen Rechnungshof); das scheint durchaus nicht immer reibungslos zu gehen.

Bestellung der Kommission: Der Präsident der Kommission und die Kommissare werden zwar vom Rat ernannt, aber das Parlament muss zustimmen; ich glaube mich zu erinnern, dass es das auch mal nicht tat, zumindest dass ein Kandidat vom Parlament sehr “peinlich” befragt wurde.

Eigene Initiativen: Das Parlament kann zu allen ihm wichtig erscheinenden Themen Entschließungen annehmen (um Diskussionen anzustoßen) und öffentliche Anhörungen vornehmen usw.

Zusammenfassend kann man sagen: So ganz unwichtig ist das Europäische Parlament nicht mehr.

Das ist also das Gremium, zu dem wir unsere Vertreter wählen.

Wen wir nicht wählen: einige der Gesichter, die da auf den Wahlplakaten glänzen! Die Mitgliedschaft im Europäischen Parlament ist nämlich nicht mit nationalen öffentlichen Ämtern vereinbar. Das hübsche junge Mädchen namens Angela, der man nach dem Bild überhaupt nicht zutrauen würde, unsere Kanzlerin zu sein (:-D)), und die gestandenen Männer von der SPD, die stehen alle ganz bestimmt nicht in den Parteienlisten auf unseren Wahlzetteln!

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Dieter ist jetzt endlich dran

Geschrieben von ulysses - 21. Februar 2009

Wie es bei Nominierungsparteitagen so abgeht beschreibt dieser Artikel zu schön:

Dieter könnte natürlich auch Frank oder Hans, Ingrid oder Heidi heißen. Der Name steht stellvertretend für den verdienten Parteimenschen, der nicht fallen gelassen werden darf oder jetzt endlich dran ist. Und deshalb um jeden Preis halb vorn dabei sein muss, wenn die Liste der Kandidaten für die Landtags-, die Bundestags- oder Europawahl aufgestellt wird.

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Gefährliche Wahrheiten

Geschrieben von ulysses - 17. Februar 2009

Und passend zum letzten Thema noch ein Spruch:

Für einen Politiker ist es gefährlich,
die Wahrheit zu sagen.
Die Leute könnten sich daran gewöhnen,
die Wahrheit hören zu wollen.

- George B. Shaw -

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Konkrete Politik mit Profil

Geschrieben von ulysses - 17. Februar 2009

Stefan Raue stellt im Wahl-Blog des ZDF die Frage nach echter Politik, in Zeiten eines politischen Eiertanzes, der bloß keine Wähler verprellen soll.

Ein echtes Dilemma: Profil geht nur, wenn man klare Grenzen hat … aber dann auch ausgrenzt. Das will die Politik nicht, und laviert so vor sich hin.

Für mich ist “konkrete Politik” übrigens ein Oxymoron.

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Superwahljahr 2009 – Entscheidet soziale Gerechtigkeit? (Phoenix)

Geschrieben von bembel ::BK:: - 16. Februar 2009

Welche Themen entscheiden die Wahl(en), das wüßten die Wahlkampfmangerinnen sicher nur allzu gerne. Am Sonntag, 15.02.09, war auf Phoenix das 60. Forum Pariser Platz zu sehen, mit der eigentlich interessanten und spannenden Fragestellung, “Superwahljahr 2009 – Entscheidet soziale Gerechtigkeit?“, doch z.T. leider mit den “falschen” Gästen, Klaus von Dohnanyi (ehem. Erster Bürgermeister Hamburg, SPD), Heiner Geißler (Bundesminister a.D., CDU), Michael Sommer (Vorsitzender Deutscher Gewerkschaftsbund), Wolfgang Gerhardt (Vorstandsvorsitzender Friedrich-Naumann-Stiftung, FDP), Bernd Ulrich (Stellvertretender Chefredakteur DIE ZEIT). So war es nicht verwunderlich, daß einen oftmals die Langeweile ob der Phraseologie überfiel. Wer sich die Sendung noch einmal im Internet-Stream anschauen will, kann dies unter folgendem Link tun: Videostream zur Sendung
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Kommunalwahlen in NRW

Geschrieben von Martina Kausch - 14. Februar 2009

Bislang habe ich noch keine offizielle Stelle gefunden, der ich Nähes entnehmen konnte, aber es scheint so, als ob das Landesverfassungsgericht in NRW den von der CDU und der FDP festgelegten Wahltermin für die Kommunalwahlen 2009 kippen wird. Soweit eine Meldung auf dem Videotext des WDR-Fernsehens.

Update 18.02.2009 WDR.de
Landesverfassungsgericht entscheidet gegen Wahl im Juni – Kommunalwahltermin gekippt
Das Landesverfassungsgericht in Münster hat die von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Zusammenlegung der Kommunalwahl in NRW mit der Europawahl am 7. Juni gekippt. Jetzt soll am 30. August gewählt werden.”

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Wahlkampf und Web 2.0 gleich Wahlkampf 2.0?

Geschrieben von bembel ::BK:: - 12. Februar 2009

Der erfolgreiche Internet-Wahlkampf des neuen US-Präsidenten Barack Obama hat die Phantasie einiger PoltikerInnen, aber wohl noch viel mehr die der Medien und vor allem PR-Agenturen beflügelt. So steht zu erwarten, daß auf die Frage “Was erwartet uns im Wahlkampf 2.0?” die Antwort, “Dabei sein ist alles!”, lautet. Das ist auch die erste von fünf Thesen auf netzpolitik.org zum “Wahlkampf im Netz” (Hintergrund ist der Vortrag “Wahlkampf und Web 2.0″, s. PDF-Präsentation). Im Bembelkandidat-Blog habe ich dazu ein paar erste Gedanken zusammengetragen.
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tagesschau.de-Serie Parteien im Superwahljahr: CDU/CSU

Geschrieben von bembel ::BK:: - 10. Februar 2009

Im zweiten Teil der tagesschau.de-Serie “Parteien im Superwahljahr” wird nun nach der SPD die Union (CDU/CSU) einem Zustandscheck unterzogen, passend zur peinlichen Flucht des CSU-Wirtschaftsministers Michael Glos in der Weltwirtschaftskrise und den dahinter steckenden Querelen in der CSU:

Die Union zwischen allen Stühlen
“Während die große CDU in der Koalition mit der SPD an Kontur verliert, macht die Schwesterpartei CSU vor allem mit internen Querelen von sich reden.”

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Wahltermine 2009: Bundestagswahl

Geschrieben von WahlWeb - 8. Februar 2009

Die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag (Bundestagswahl) findet in allen Bundesländern am 27. September 2009 statt.

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Wahltermine 2009: Landtagswahlen

Geschrieben von WahlWeb - 7. Februar 2009

In fünf  Bundesländern finden (fanden) 2009 Landtagswahlen statt, die Termine (ohne Gewähr):

  • 18. Januar: Hessen (vorgezogene Neuwahl, Landtagswahl alle 5 Jahre)
  • 30. August: Saarland (Landtagswahl alle 5 Jahre)d
  • 30. August: Sachsen (Landtagswahl alle 5 Jahre)
  • 30. August: Thüringen (Landtagswahl alle 5 Jahre)
  • 27. September: Brandenburg (Landtagswahl alle 5 Jahre, parallel zur Bundestagswahl)

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